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daß es ſogar einmal ſeine Seele ſo ſehr erheiterte, um ein Lächeln auf ſeine ſonſt immer düſter verſchloſſenen Lippen zu locken. Nie hatte man ihn während ſeiner, Monate dauernden, Gefangenſchaft heiter geſehen; aber als man ihm eines Tages die ſtarken musku⸗ löſen Tatzen eines großen Panthers zeigte, welchen die gute Büchſe des ſcharf zielenden Dudley bei einem Jagdausfluge erlegt hatte, da funkelten ſeine Augen und er lächelte mit einer Freude, welche keinem Anweſenden verborgen blieb. Vielleicht wachte eine Erinne⸗ rung in ihm auf an frühere Zeiten, wo er nicht minder geſchickt wie Dudley die Raubthiere der Wildniß mit der nie fehlenden Waffe erlegt hatte.
Niemand im ganzen Hauſe verſagte ſein Mitgefühl einem Jünglinge, der ſeine Leiden mit ſo vieler Würde trug, und gern würde man ihm erlaubt haben, an dem Vergnügen der Jagd Theil zu nehmen, wenn es die Sicherheit irgend geſtattet hätte. Dudley ſchlug vor, um das Entweichen des Gefangenen zu verhüten, ihn an einem Stricke mit ſich zu führen; aber gegen dieſen Vorſchlag ſträubte ſich das rege Ehrgefühl des Jünglings, und er verwarf ihn, weil er ihn mit ſeiner Würde als indianiſcher Krieger durch⸗ aus nicht vereinbar hielt.
Ruth, welche den Knaben fortwährend mit ſtiller Theilnahme beobachtete, und ſo gut wie die Uebrigen bemerkt hatte, daß er die engliſche Sprache recht gut verſtand, machte endlich den Verſuch, ſich von ihm eine Art von Ehrenwort zu verſchaffen, daß er am Abend in die Feſtung zurückkehren wolle, wenn man ihm mit den Jägern in's Freie zu ziehen erlaube. Mit ſanften Worten bat ſie ihn um ein ſolches Verſprechen, und wiederholte mehr als einmal die Bitte, ihr ein Zeichen des Einverſtändniſſes zu geben; aber es gelang ihr nicht, den Knaben zu irgend Etwas zu bewegen. Stumm und theilnahmlos ſtand er da, und Ruth gab ſchon verzweifelnd ihr menſchenfreundliches Vorhaben auf, als der alte Heathcote, bis jetzt ein ſtummer Zuſchauer ihrer fruchtloſen Bemühungen, plötzlich erklärte, daß er der Redlichkeit des Knaben vollkommen vertraue, und ihn ſchon an dem nächſten Jagdausfluge werde Theil nehmen laſſen.
Ein plötzliches und unwiderſtehliches Aufblitzen der Wonne durchzuckte die dunklen Züge des Gefangenen, als er dieſe Worte Heathceote's vernahm und am nächſten Morgen Ruth ihm den Bo⸗ gen ihres eigenen Sohnes reichte, damit er ſich deſſelben während der Jagd bedienen könne. Aber dieſes Zeichen der Freude ver⸗


