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5.-letzter Theil (1844)
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bn der Krank⸗ die wie ſich ſo gut he des Lieute⸗ ſſung, daß ſie waren zwar r Reiſe gewe⸗ r eine gewiſſe igs Hand ge⸗ rne ihres Be⸗

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51 er früher blind geweſen war; denn ſie war gewiß ein herzlich ſüſbes und reizendes Weſen, das erkannte er jetzt.

Iſabe lle hatte ihm früher Hedwig ganz verdunkelt.

Auf dieſen beiden jungen Mädchen konnte man mit Grund das nicht ſelten benützte Gleichniß von der Knospe und Roſe anwenden. Jetzt überſtrahlte die Letztere ihre be⸗ ſcheidene Nebenbuhlerin; aber eines Tages konnten ſie vielleicht mit einander um den Preis kämpfen, vielleicht ſogar die Rollen wechſeln, wenn die Knospe zur Noſe ausgeſchlagen war, und die Roſe ihre Blätter zu falten begann. Derartige Betrachtungen wurden jedoch von Richard nicht angeſtellt. Gleichwohl war es merkwürdig, daß er, obſchon von dem Verlangen Iſabellen wieder zu ſehen beinahe verzehrt, dennoch dieſe Stunde nicht ſehr beeilte. Es waren große Bewegungen in ihm vorgegangen. Nicht nur die Leidenſchaft war es, die ihn be herrſchte, ſie hatte einen Nebenbuhler an den Gedanken, die ſein Blut in beſtändiger Wallung erhielten. Noch beſaß jedoch Iſa⸗ bellens Bild eine Macht, die groß genug war, um allein ſeine Seele im Gleichgewichte zu erhalten, wenn die Ver⸗ ſuchung in mancherlei Geſtalten vor ihn trat.

Der Keim des Argwohns einmal ausgeſäet, trägt auch in dem harmloſeſten Gemüthe mannigfaltige Früchte. Richard kämpfte täglich mit ſeinen fieberhaften Träumen, und es iſt ungewiß, wo ſie geendet hätten, wenn er nicht durch eine große und wichtige Nachricht von Tyringsholm mitten aus ſeinen irrenden Gedankenfahrten herausgeriſſen worden wäre.

Jetzt war es nicht länger Zeit zu grübeln. Richard ſchüttelte den Kummer von ſeiner Seele, oder er feſſelte ihn vielmehr darin, um dort, wo er mit Unruhe erwartet wurde, wieder einigermaßen als der Alte auſtreten zu können. Um dieſe Zeit waren über fünf Wochen ſeit ſei⸗ ner Ankunft in Mörkedal verſtrichen.