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wo der Oberſt, was eine bewegte und vielfältige Bedie⸗ nung betraf, ſeine Augenweide bekam. Der Graf war ein ausgezeichnet artiger Wirth. Er ſchien ſich zugleich an Alle zu vertheilen; und es gab Niemand, der nicht die ſchmeichelndſte Aufmerkſamkeit erhielt. In Erwartung des Mittageſſens wurden verſchiedene Erfriſchungen ſer⸗ virt, worauf der Graf ſeine Gäſte herumführte und ihnen die Einrichtung der Zimmer zeigte; dabei ſprach er mit nicht geringer Weitläufigkeit uüͤber das, was noch weiter geſchehen ſollte, und nahm mit heiterer und freundlicher Miene die Artigkeit und Rathſchläge hin, die abwechs⸗ lungsweiſe mit einfloßen.
Der Oberſt war entzückt und erſchien auch äußerlich ſo, obſchon er,— es wäre eine Sünde, es nicht zu ſagen — Allem aufbot, um alle überflüfſigen Aeußerungen ſeiner Zufriedenheit zurückzuhalten, da er ſie für ganz unvereinbar mit dem feinen Takte hielt, deſſen er ſich rühmte. Das Diner war ſo ausgezeichnet, als man es bei einem reichen gräflichen Junggeſellen erwarten konnte, der ſich und ſeinen Geſchmack ein wenig gerne zeigt, und überdieß auf Freiersfüßen ſteht. Darüber iſt alſo nichts zu ſagen. Aber nun kam die Platte mit dem Kaffee⸗ ſervice, die auf einen Tiſch neben dem praſſelnden Kamin⸗ feuer geſetzt wurde. Ei wie ländlich, wie gemüthlich war das! Nicht ein Schimmer von ſteifem Weſen durfte ſich blicken laſſen— man ſollte es ſich recht wohl ſeyn laſſen. Das Silber und das oſtindiſche Porzellain ſchimmerten in dem Doppelſcheine der Sonne und des Feuers. Aber jetzt erhob ſich eine Frage, die nicht ſo leicht zu ent⸗ ſcheiden war. Welche von den Damen ſollte die Wirthin machen? Es wäre freilich am beſten geweſen, wenn
man den Bedienten mit der Platte hätte herumgehen laſſen, damit ſich ein Jeder ſelbſt bediente; aber der
Graf hatte ſeine kleine Kapriſen, ſo gut wie andere Leute. „Stelle die Platte hin, Löfſtedt; wir werden uns


