197
lichen Augenblick mit Honorinen haben, einen Augen⸗ blick, wo ſie der Freundin von Herzen ſagen koͤnnte, daß ſie ihren gewoͤhnlichen Vernunftsgrillen nicht erlau⸗ ben ſollte, die Grazien zu verſcheuchen.
„Hatten wir nicht noch ein paar Worte einan⸗ der zu ſagen, Frau Warvner?“
„Nicht, daß ich wuͤßte, Herr Huͤttenmeiſter... Baron Sinyten, darf ich mir erlauben, Sie um ein Glas Carolina zu bitten?— Schicken Sie mir es mit meinem Manne her. Es wird etwas kuͤhl... fuͤr⸗ wahr, ich will lieber wieder in den Pavillon zuruͤckgehen.“
„Aber wir koͤnnen wohl hier hauſen ſitzen bleiben, ich und meine Braut!“ fiel Dick ein.„Daruͤber kann wohl nichts geſagt werden, denn morgen werden wir ja Mann und Frau... oder was ſagſt Du ſelbſt, geliebte Jolli— Du weißt ja, daß Du morgen um dieſe Zeit ſchon ſeit mehrern Stunden Frau Sorenius heißeſt.“
„Ich glaube wirklich,“ fiel Jolli ein,„da ich morgen in den Stand trete, wo andere junge Maͤdchen mich als ihre Vorgeſetzte betrachten muͤſſen, ſo kann ich wohl dieſen letzten Abend meine eigene Vorgeſetzte ſein.“
„Ja, bleib Du ſitzen, Du kleine Vorgeſetzte,“ ſagte Adele, indem ſie, den Arm ihres Mannes ergreifend, in den Pavillon eilte.
„Was ſagſt Du zu den Ausſichten?“ fragte er und fuͤhrte ſeine Gattin nach einem kleinen Sopha unter einem der Fenſter.


