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doch unbedingt wiſſen wollte, ob Jolli uͤberzeugt waͤre, daß es paßte— eine Furcht, welche Jolli nur durch eine kleine, anmuthige Grimaſſe zu beantworten beliebte, welche ſo viel ſagen wollte, als: Du wirſt es wohl ſe⸗ hen, lieber Dick!
Die andere Frage handelte davon, in wie weit Jolli glaubte, daß ſie im Brautſtuhle lachen oder weinen
wuͤrde, worauf die junge Braut zu verſtehen gab, daß
ſie viel zu viel Takt beſaͤße, um eins von beiden zu thun.
Inzwiſchen gingen der Huͤttenmeiſter und der Doc⸗ tor in dem Pavillon auf und ab, vertieft in ein Ge⸗ ſpraͤch uͤber Philipps Ausbleiben— ein Thema, uͤber welches man nicht gern laut ſprach.
4 Baron Siyten war auf der andern Seite des Platzes im Begriff, einen Tiſch mit Erfriſchungen in Ordnung zu bringen.
Er war ſo eifrig, der gute Baron, ſeine Flaſchen aufzuſtellen und den ſchimmernden Inhalt derſelben zu pruͤfen, theils gegen das Licht, theils im Glaſe, daß man verſucht war, ihn fuͤr Honorinens Hofmeiſter zu halten, eine Eigenſchaft, die noch illuſoriſcher ward, als man ihn ſelbſt mit einem Brette voll allerhand Delicateſſen auf die Damen zukommen ſah.
„Mein beſter Couſin, was machſt Du Dir doch fuͤr außerordentliche Muͤhe!“ ſagte Honorine, indem ſie
dem gluͤcklichen Baron einen huldreichen Blick zuwarf⸗
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