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Wmas die vierte Seite ſbetrifft, ſo wuͤrde dieſelbe vielleicht in Vieler Augen fuͤr den Augenblick den Vor⸗ zug gehabt haben.
Dieſelbe zeigte naͤmlich vor den offenen Glasthuͤren
einen großen, freien Platz, mit einem breiten, nach dem Hauptgebaͤude fuͤhrenden Kieswege. Der Platz war ganz gewiß ſchoͤn, mit ſeinen weißen Gaͤngen und ſeinen ſchoͤnen, gruͤnen Gebuͤſchen; aber am ſchoͤnſten war doch die Gruppe, die ſich um einen Tiſch in der Mitte die⸗ ſes Platzes befand.
Um den milden und duftenden Juniabend recht zu genießen, hatten ſich die Damen von dem Pavillon auf
den Platz herausgezogen und ſo wie ſie jetzt ſaßen, bil⸗
deten ſie das ſchoͤnſte Trio, welches man ſehen konnte.
Honorine und Adele neigten ſich eifrig gegen einan⸗ der, waͤhrend ſie halblaut ſprachen, bald zwiſchen ſich, bald mit Jolli, die von der andern Seite des Tiſches ihre aͤlteren, erfahrenern Schweſtern anlaͤchelte, waͤhrend
ſie erroͤthend und neugierig auf die Berathſchlagungen
derſelben fuͤr den morgenden Tag horchte.
Honorine, welche ſchon ſeit einem Vierteljahre die Trauerkleider abgelegt, war ſchoͤn wie ein Engel, in ih⸗ rem weißen Neſſeltuchkleide und dem kleinen, runden Strohhut, mit dem flatternden, blauen Bande, ihrem ganzen Schmuck, wenn man die blaue Bandroſe aus⸗ nimmt, die ihren weißen Kragen zuſammenhielt.
Adele dagegen war ſchoͤn, wie ein irdiſches Weib,
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