Teil eines Werkes 
19.-21. Bd. (1851)
Entstehung
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faſt, aber ſie lebte doch in dieſer Atmoſphaͤre, denn ihr eigener Athemzug war eben ſo heiß.

„Du liebſt mich alſo, Du gezaͤhmte Tigerin?“ fluͤſterte er, indem er ſie immer feſter an ſich druͤckte, „Du liebſt mich, mich allein?“

„Ich bin Deine Sklavin, ich bin weniger als dieſe, denn mein Leben beruht in Deinem Willen. Nimm es, befiehl daruͤber oder laß mich es behalten, um Dich anbeten zu koͤnnen— Dich anzubeten... o warum haben wir nur ſo armſelige Worte... aber könnte es wohl Worte geben fuͤr unſere Gefuͤhle... Ach, biſt Du es, Du, mein ſchoͤner angebeteter Gelieb⸗ ter, den ich damals nicht ſah?“

„Still... ich gebe mich wieder in Deine Gewalt ... Ich hatte einen reinen und friſchen Traum, aber Du kamſt und wehteſt ihn hinweg... o weſſen Lip⸗ pen ſind, wie die Deinen... Ich habe teufliſche Qua⸗ len gelitten, aber Du wirſt ſie verſohnen— ich weiß, daß Du es wirſt.“

„Ja, ich will, ich werde ſie verſoͤhnen. Ich will..

Eilige Tritte im Vorzimmer kamen auf die Thuͤr zu.

Es waren Gunnels Tritte.

„Um Gotteswillen, es iſt die hoͤchſte Zeit— der Kammerrathl“

Ein Gerücht. VII. 3