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„Ein Kalender!“ dachte der Doctor verwundert bei ſich ſelbſt.
Lilia ſchlug ein weißes Blatt auf.
„Den achtundzwanzigſten Januar,“ ſagte ſie ſo ungekuͤnſtelt, wie ein junges Maͤdchen, welches ſich we⸗ gen einer unſchuldigen Wette um eine Zuckerduͤte das Datum aufſchreibt,—„ich mache ein Kreuz, lieber Doctor, bei dem acht und zwanzigſten Maͤrz!“
„Wirklich, geehrte Frau?“ ſagte Arnold in hoͤhni⸗ ſchem Tone.
„Ja wirklich, geehrter Herr! Und nun rathe ich Ihnen, ganz uneigennuͤtzig, allen ihren Fleiß aufzuwen⸗ den, um ein Recept zu erfinden, welches Sie vor der Krankheit ſchuͤtzen kann, die ich Ihnen vorausgeſagt, und deren Symptom Sie ſchon haͤtten beobachten koͤn⸗ nen, wenn Sie ein geſchickter Arzt geweſen waͤren.“
„Wie“— der Doctor bemuͤhte ſich, zu lachen, obſchon das Lachen, die Wahrheit zu ſagen, etwas ge⸗ zwungen herauskam—„wie... wie ſollte denn der Zauber ſchon gewirkt haben?“
„Das fragt er,“ rief Lilia und ſchlug die Haͤnde froͤhlich zuſammen.„Er bemerkt nicht, der gute Doc⸗ tor, daß er ſchon ein ganzes Vierteljahr einen andern Ton angeſchlagen hat... leben Sie nun wohl, ich gehe, um an meinen theuern, theuern Philipp zu ſchrei⸗ ben, und werde ihm unſere kleine, naive Wette er⸗
ſo ſuch mei wer nur em


