Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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den war. Dieſe verwittwete Tante, die Kammerräthin Malmros, war die Halbſchweſter des Oberſten, aber keine geborene Freiin, denn die Mutter des Oberſten brachte ſie aus ihrer erſten Ehe mit; hier hatte jedoch der Barontitel auf alle Fälle weniger zu ſagen, denn die Kammerräthin wog ihre vollgewichtigen hunderttau⸗ ſend Reichsthaler— ein Verdienſt, wofür die brüderliche Liebe nicht gefühllos war.

Aber ehe wir den ganzen Familienſtaat en face d. h. vor der großen Auswanderung oder vielmehr Ein⸗ wanderung betrachten, dürfte es gut ſeyn, die Profile der zwei künftigen Hauptperſonen, nämlich des dazu be⸗ ſtimmt geweſenen und des wirklich gewordenen Majo⸗ rathsherrn zu zeichnen; und dazu waͤhlen wir ein paar Briefe, die zwiſchen den beiden Vätern und Söhnen gleich nach der Kataſtrophe oder dem Tode des alten Oberſten gewechſelt wurden.

Wir beginnen mit dem Brief des Oberſten, der als ein Beitrag zu ſeiner Charakteriſtik angeſehen werden kann. „Mein geliebter Sohn!

So iſt mir denn endlich die für mein Vaterherz ſo ſtolze Freude, dieſes ſo lang erſehnte Glück geworden, Dich als den Beſitzer des prächtigen Tyringsholm be⸗ grüßen zu dürfen. Es hat dem Höchſten gefallen, Deinen vortrefflichen Großvater, dem Du wie wir Alle ein ſchmerzliches Andenken widmen mußt, abzurufen.

In Anſehung Deiner Jugend, Deines Mangels an Erfahrung, ſo wie Deiner Minderjährigkeit, welche Dir noch nicht erlaubt, ſelbſt Hand an etwas zu legen, habe ich es für meine unabweisliche Pflicht gehalten und— merke Dir das wohl, mein beſter Klas Malchus— werde es ſtets dafür halten, ülle Laſten auf mich ſelbſt zu legen, da meine Schultern beſſer im Stande ſind, alle die mit einer weitläufigen Gutsverwaltung und einem großen Hauſe verbundenen Sorgen zu tragen.

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