Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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16 wWarf Emma ſo brennende Blicke zu, daß dieſe die Augen un⸗ — willkürlich zur Erde ſenken mußte. Eilenden Schrittes ging nun der ſtattliche, wohlgewachſene junge Mann über die Nordbrücke bis an den Münzmarkt; dort blieb er ſtehen und die verlegene Ermma mußte dicht an ihm vorbei paſſiren. Als die Damen endlich an das Gewölbe gekommen waren, ging er mehrere Male an demſelben vorüber und ſah mit Augen hinein, aus een die höchſte Erregung ſprach. Julie drückte Emma's Arm flüſterte:—„Siehſt Du den ſonderbaren Herrn?— dhre der Kunſtausſtellung folgte er uns beſtändig auf dem Fuße, die i hat er uns bis hierher begleitet und jetzt blickt er un⸗ 1 bald andt ins Gewölbe.“— Emma hatte nicht gedacht, daß etzt e Achtung auf den Herrn gegeben habe; ſie wurde noch 4 ggener; um aber Juliens Gedanken auf einen andern Ge⸗ ſankenund zu lenken, fragte ſie wegen ihres Einkaufs um Rath, Schla ulie vergaß bald den ſonderbaren Herrn. Dlicht ſo Emma. Als ſie aus dem Gewölbe heraustrat, ie ihren unbekannten Bewunderer nicht mehr; ſie ſah ihn

defbieſem Tage nicht wieder, obwohl ſie heimlich wünſchte, ihn Bür rzuſehen. Vergeſſen konnte ſie ihn jedoch nicht. Sein und Fies Geſicht, ſein hoher ſchlanker Wuchs, ſeine ſanfte, wohl⸗ gfullende Stimme, ſein ſtattliches, ja vornehmes Aeußere in Ver⸗ indung mit dem Eindruck, den ſie auf ihn gemacht zu haben ſchien, hatten ſich ſo tief in ihr Herz eingeprägt, daß ihr ſein Bild überall hin folgte. Ohne ſich ſelbſt Rechenſchaft über die Gefühle geben zu kön en, die in ihrer Bruſt herrſchten, dachte ſie doch mit innigem Wergnügen an den Tag zurück, an wel⸗ hem ſie ihn geſehen hatte. Aber ſie ſah ihn nicht wieder und 8 ſichahm als beſtimmt an, daß er Stockholm verlaſſen habe.

zaſie, ohne jedoch ihre Nuhe oder ihre gewöhnliche Heiterkeit Mindeſten zu ſtören. Oft ſah ſie ihn in ihren Träumen; dd weun ſte ſich ihren Gedanken überließ, trat ſein Bild unter

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Das ſchöne Ideal ſchwebte beſtändig vor Emma'’s Phan⸗

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