lebens paſſe. Ich erkläre dies für einen großen Uebelſtand; denn als ich ſie auf meiner Gattin und auf Deine dringenden Bitten nach Stockholm ſchickte, that 67 unr, damit ſie ſich bilden und durch ſchöne und nütz bliche Kenntniſſe bereichern, nicht aber damit ſie zu fein, Fu geleh hrt und zu hoch für den Kreis ihrer Eltern und ihrer nächſten Angehörigen werden ſollte. Doch hoffe ich, daß meine Emma, die ſo viele Jahre hindurch von ihrer verſtändigen Baſe geleitet worden iſt, ſich auf jedem Platze heimiſch finden wird, auf den ſie das Schickſal ſtellt.“ „Manche möchten wohl glauben, daß ſo viele allgemeine Kenntniſſe der Tochter eines Inſpectors unnöthig wären; allein ich habe die Sache nie von dieſer Seite betrachtet. Talente, wenn ſie von Beſcheidenheit begleitet werden, ſind eine Zierde, die ſowohl dem, der ſie beſitzt, als deſſen Umgebungen angenehm ſein muß. Außerdem kann ja Emma in Lebensverhältniſſe kom⸗ men, in denen ihre Talente und Kenntniſſe eine Zuflucht gegen Mangel gewähren. Ich hoffe zu Gott, daß dies nie geſchehen wird— aber wer kann ſein Schickſal vorherwiſſen?— Eine gute Erziehung iſt und bleibt in jedem Fall das beſte Erbtheil. Gegen die Erlernung fremder Sprachen habe ich nichts einzus wenden; daß Emma aber— wie Du nich verſicherſt— eine ſo ſchöne Stimme beſitzt und ſo große Fortſchritte in der Muſik gemacht hat, entzückt mich. Du weißt, wie ich von jeher ein Muſiknarr geweſen bin und kannſt Dir kaum vorſtellen, wie ſehr ch mich nach der Zeit ſehne, wo mir Emma's Fortepiano und Laute manchen ſonſt ſo langen Abend verkürzen werden. „Alſo, liebe Schweſter, ſuche ſie nicht länger bei Dir zurück⸗ zuhalten; mein Entſchluß, ſie in mein Haus zurückzunehmen, iſt unerſchütterl lich, eben ſo unerſchütterlich wie mein Varſatz, ſie mit dem jungen Tyrell zu verheirathen, gegen d viel einzuwenden haſt. Du ſchreibſt, ein Buchhalte S Parthie für Emma, die durch ihre Schönheit und ihre Talente, in Verbindung mit einem nicht unbedeutenden
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