huldigt Poeſie ondern » mehr beides Andern vbir von ſagen. geleſen Werth⸗ „Wahr⸗ egt ihm em In⸗ ichte zu heſchichte veifachen nans iſt 98 ſeine eſiegelte; er kann ſtion be⸗ if deſſen zn Jahre tenberger eit jener gen nicht t ſtehen, ele. Der religiöſer, 3 Florenz Mediceer war Sa⸗ den voll⸗ eiheit an⸗ Streben, ſich das der Geiſt,
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der in unſerer Zeiſt ſo ſehr des Muthes und der Ausdauer bedarf, daran erkräftigen kann, geht der Roman gleich⸗ mäßig fort, und in dieſem Roman wird zugleich das Leben des Pabſtes(Alexander VI., aus dem Hauſe Borgia) auf eine ſo eindringliche Weiſe geſchildert, wie es jetzt Noth thut, und wie ähnliches erſt ſeit einem Jahre ſo vielfach geſchehen; wir ſehen, überall tritt die Tendenz hervor, und doch wird die Dichtung nicht unterdrückt. Werfen wir nun einen Blick auf den eigentlichen Roman (nachdem wir auf das hingewieſen haben, was ihn vor Allem berechtigt, als ein Werk für die Gegenwart und ſo auch für die Zukunft zu gelten), müſſen wir auch hier die höchſte Befriedigung ausſprechen. Sowie Savonarola die Hauptperſon in dem, was nicht eigentlich Roman iſt, ausmacht, ſo iſt es Heinrich, ein junger Patrizier aus Ulm, ſein Schüler und eifriger Anhänger, im andern Theile. Wir hätten wohl eine etwas innigere Verknüp⸗ fung dieſer beiden Theile, die wir in der Beurtheilung übrigens weit mehr trennen, als es im Buche geſchehen iſt, für zweckmäßig erachtet, doch was nicht durch die Per⸗ ſönlichkeiten bewirkt wird, iſt auf der andern Seite durch die Verhältniſſe bedingt, und nur auf kurze Zeit, beſon⸗ ders im zweiten Theile, entfernt ſich der Leſer von dem Propheten von Florenz, deſſen Geiſt ja doch alles durch⸗ webt und leitet, denn wo Heinrich iſt und etwas durch ihn geſchieht, erkennen wir den Lehrer wieder. Heinrich lernt in Florenz ein Mädchen kennen, das er liebt, deren Gegenliebe er gewinnt. Wir könnten ſehr einfach ſagen, daß die Entführung dieſes Mädchens und das Aufſuchen und Wiederfinden deſſelben den Inhalt des Romans aus⸗ macht, dann würde man ſich aber mit Recht wundern, daß damit drei Bände gefüllt ſind; darum müſſen wir ſchnell hinzufügen, daß mit dieſem ſo einfachen Vorfalle wiederum ein bedeutendes, und zwar ſehr intereſſantes Stück Geſchichte, das ganz zu einem Noman verarbeitet, verbunden iſt, und daß auf dieſe Weiſe das Intereſſe nicht nur bedeutend geſteigert, ſondern auch der Werth


