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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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begierig war,— genug, die Journale wurden bald bei Seite gelegt, und mit den Worten:„So laß uns das einfältige Zeug vollends hören,“ wurde Karl Auguſts Brief wieder in ſeine Ehren eingeſetzt.

Schmunzelnd füllte die Mutter das Glas mit perlendem Bier und kredenzte es dem alten Herrn.„Nun, was ſchreibt er denn weiter, der liebe Junge?“

„Ah!“ antwortete der Vater, indem er tief Athem holte und ſich den Mund wiſchte,„Du braufſt wirklich ein vortreffliches Bier, Agneta. Ich glaube nicht, daß es in Lindafors ein zweites von dieſer Güte gibt. Aber höre jetzt weiter.“

„.... Ich blieb in Häſtholm über Nacht und machte mich am folgenden Morgen zeitig auf den Weg, um ſo viel als möglich vom Berge in Augenſchein zu nehmen. Die Gegend am Fuß deſſelben iſt von der Natur auf's Reichſte bedacht; der Weg ſchlängelt ſich durch wogende Saatfelder, blumenreiche Wieſen, liebliche Thäler und ganze Buchenhaine; zu dem Allerreizendſten aber gehören die prächtigen Ruinen des Kloſters Alvaſtra.

„Gott bewahre uns!“ unterbrach ſich der Hüttenbe⸗ ſitzer;„wenn er einmal mit Kloſterruinen zu handthieren anfängt, dann können wir aller Vernunft gute Nacht ſagen.“

„Lieber Johannes, es wäre doch beſſer, wenn Du ſchweigen und weiter leſen wollteſt, ſtatt daß Du alle Augenblicke mit Bemerkungen dazwiſchen kommſt, die am Ende auch nicht ſo entſetzlich geſcheidt ſind. Von einem Kloſter kann doch wenigſtens geſagt werden: Gott ſei Dank, daß es bei uns keine mehr gibt! Und das wäre gewiß ein kluges Wort.“

„Nun, ſo ſchweig und höre zu.“

..„Ich begab mich in die frühere Kloſterkirche, deren eines Gewölbe zur Hälfte wohl erhalten iſt und noch jetzt von den gewaltigen Bogen getragen wird, welche auchen Jahrhunderten getrotzt haben. Der Wind fuhr die Bäume, welche rings umher ſtanden, und durch

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