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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
Entstehung
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beiden Schiffer in demſelben glaͤnzend beleuchtete, da er⸗ faßte mich ein Gefühl zu gewaltig, als daß ich es in Worten auszudrücken vermöchte. Ich wandte mich gegen das Feuer, ich blickte höher hinauf nach den Vertiefungen der Felswände, und mit ſtummer Verwunderung ſah ich einen großen Vogel, welcher in einer der Spalten Schutz geſucht hatte. Es war ein Falke und da ſaß er todt in ſeiner Niſche.

Warum war er hieher geflohen? Warum hatte der freie Luftbewohner in den tiefſten Eingeweiden des Berges ein Aſyl geſucht? Hatte der Sturm ihn hieher gejagt, und war das Waſſer ſo hoch geſtiegen, daß es ihn in dieſes ſchwarze Gefängniß hineingedrängt? Oder hatte er altersſchwach ſeine letzte Zuflucht hier geſucht? hatte er, ein armer Einſiedler, müde der Freiheit und des Lebens, vom Gram verzehrt um eine verlorne Hälfte ſeiner ſelbſt, ſich vor ſeinen Brüdern verbergen gewollt? Wer weiß das? Niemand.— Ich nahm den todten Falken; ſeine Flügel werden mich nach Hauſe begleiten.

Ich ſetzte mich wieder in das Boot und ließ mich auf den See hinausrudern. Hier hatte inzwiſchen der Mond die ſterbende Abendröthe vollkommen überwunden. Das Waſſer hatte ſeine natuͤrliche Farbe wiederbekommen und ſchimmerte dunkelblau. Von dem Feuer in der Grotte ſtiegen die Flammen immer klarer empor, die Funken tanzten in dem dunkeln Gewöͤlbe herum, und weit hinaus auf den See ſpiegelte ſich das Bild der brennenden Grotte ab.

Wir ſetzten unſere Fahrt weiter nach Norden längs der Bergwand fort, wo eine Menge anderer Grotten uns zum Beſuche einluden; aber keine war ſo merkwürdig wie die Rothgabelgrotte...“

So weit waren der Hüttenbeſitzer und Frau Agneta im Studium des Briefes gelangt, denn der alte Herr hatte verſprochen, unter keinen Umſtänden, es möge darin ſtehen, as da wolle, ſtoͤrende Anmerkungen zu machen, als auf nal alle Verſprechungen und Vorſätze ihre Kraft ver⸗