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artige Reden führte: dieſelben galten immer ſolchen Mädchen, die ihr nicht geſielen, weil ſie arm und hübſch waren, und weil die Mutter befürchtete, ſie möchten deßhalb ihre Netze nach Karl Auguſt auswerfen. Aber in andern Fällen, als z. B. zwei reiche Fräulein auf Beſuch kamen, ſagte die ſchlaue Mutter:„Die hoffärtigen Gänſe, ſie haben Dich nicht einmal angeſehen;— ſie ſchienen ſich nichts darum zu kümmern, ob Du im Zimmer warſt oder nicht.“ Wenn dann dieſe Damen das nächſte Mal wieder kamen, ſo blieb Karl Auguſt ganz unbekümmert ſitzen.
Aber was gewann Frau Agneta dabei?— daß Karl Auguſt ſpäter erklärte, er habe noch nie zwei häßlichere Geſichter geſehen und niemals ſo ſpitzige Zungen gehört.
Frau Agneta ſchüttelte verzweiflungsvoll den Kopf, ſie wußte nicht, wie ſie eine Frau für ihren lieben Karl Auguſt bekommen ſollte, denn dieſer zog einen wohlge⸗
formten Lockvogel allen weiblichen Reizen in der ganzen Gegend vor.
Drittes Kapitel.
Frau Agneta hatte kaum die letzte Augenbraue an dem Vogel befeſtigt, als der Hüttenbeſitzer die Hunde zu hören glaubte, und bald darauf verkündete ein munteres Gebelle von Waldmann und Paßauf, Karl Auguſts Lieb⸗ lingshunden, daß ihr Herr im Anzuge war.
„Ei, der Tauſend, Agneta,“ ſagte der alte Herr, indem er dem Sohne, der jetzt in der Allee zum Vorſchein kam, freundlich durchs Fenſter zunickte,„wie der Junge ſo gut ausſieht! Die ſchöne Naſe hat er ganz von ſeinem Großvater. Und die Stirne, die Stirne, auf welcher Ernſt und Güte zugleich thronet! wie ſeine Wangen glühen und wie hübſch ſein Haar ſich lockt— aber doch wird wohl


