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Die Braut auf dem Omberg : drei Bändchen / von Emilie Carlén. Aus dem Schwed. von Gottlob Fink
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wachſen laſſen! Gott ſei Dank, jetzt kann er ſich beherrſchen und ich hoffe, daß er es mir ſpäter danken wird.“

Von einer Beamtenlaufbahn war nie die Rede: in dieſem einzigen Punkt ſtimmten Vater und Sohn voll⸗ kommen überein. Mit einundzwanzig Jahren hatte Karl Auguſt ſeine Studien vollendet und kehrte nach Hauſe zuruͤck, um ſeinem Vater bei der Verwaltung ſeines Eiſen⸗ werkes und ſeinen ökonomiſchen Geſchäften an die Hand zu gehen.

Im Anfang machte ſich die Sache vortrefflich. Karl Auguſt that ſich Gewalt an und gehorchte dem Vater in allen Stuͤcken. Weit und breit rühmte der Hüttenbeſitzer Kemner die ungewohnlichen, tiefen Einſichten ſeines Sohnes und ſprach beſtändig von einer Reiſe nach England, die Karl Auguſt zur Vervollkommnung ſeiner landwirthſchaft⸗ lichen Studien unternehmen ſollte, und die ohne Zweifel zu Stande gekommen wäre, wenn die Sache blos von dem Vater allein abgehangen hätte. Karl Auguſt zeigte jedoch ganz und gar keine Luſt zum Reiſen: er ſtudirte alle landwirthſchaftlichen Bücher, welche ſein Vater ihm zuſtellte, aber auf’s Meer zu gehen, um ſeine Kenntniſſe zu erweitern, das, glaubte und behauptete er, verlohne ſich nicht der Mühe.

Vier Jahre waren ſeit Karl Auguſts Rückkehr ver⸗ floſſen; aber in dieſer Zeit hatte er ſich ganz und gar nicht an eine für den künftigen Beſitzer großer Guter paſſende Thätigkeit gewöhnt, ſondern auch der im Anfang gezeigte geringe gute Wille, ſeines Vaters Geſchäfte zu theilen, war mit der Zeit gänzlich verſchwunden, und ſeine beſtändige und liebſte Beſc⸗ äftigung beſtand nunmehr im Jagen und Fiſchen, zwei Vergnügungen, zu welchen die Kemner’ſchen Güter, die an einer der ſchönſten Stellen der Oſtſeeufer lagen, die erwünſchteſten Gelegenheioe darboten. em

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