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Abſicht, damit ich bemerken und ſehen möchte, wie die Mamſell, welche dort ſtand, ſich bei ihren Geſchäften anſchickte— und ich kann wohl ſagen, ich meinte, es ſei keine ſo große Kunſt, ſondern ſie hätte es ſo be⸗ quem und gut, wie ſie es nur haben wollte.
„Als wir uns ſo viel umgeſehen hatten, als wir nur konnten, ohne Aufmerkſamkeit zu erregen, gingen wir zum Conditor Streling, der ganz erſtaunt und, wie ich glaube, auch zufrieden zu ſein ſchien, daß ich einer feinen Mamſell ſo ähnlich ſah. Er ſagte der Frau Svensſon viele ſchöne Dinge, über ihre gute Art, Mädchen zu erziehen, und ſie dagegen ſah ganz ſtolz und ſeelenvergnügt aus.
„Mamſell Larsſon,“ ſagte ſie(ſie nannte mich zum erſten Male mit einem andern Namen, als Nora) „hat gewiß Luſt zu dieſem Geſchäfte, denn ſie iſt in einem Wirthshauſe erzogen; ihr Vater und ihre Mut⸗ ter haben wohl fünfzehn oder zwanzig Jahre lang ein ſolches gehabt.“
„Ich konnte dagegen nichts ſagen, obgleich ich recht gut wußte, was für ein Wirthshaus der Knipps war. Inzwiſchen meinte ich, daß alles gut war und nahm mit großem Danke alle Ermahnungen an, die Frau Svensſon bis zuletzt aufſparte. Und dieſe gin⸗ gen hauptſächlich darauf hinaus, daß ich nie auf Herrenſchmeicheleien und Geſchwätz hören oder daran glauben ſollte, wenn ſie auch noch ſo fein und zucker⸗ ſüß wären, und das habe ich mir denn auch gut ge⸗ merkt, beſonders da es ſo gut mit den Grundſätzen und Gedanken zuſammen paßte, die ich ſelbſt nach und nach angenommen hatte.
„Als ich zuerſt in die Schweizerei kam, ſo war ich gewiß in vielen Stücken ein wenig einfältig; doch der Conditor war ſelbſt unermüdlich, mir alles zu zeigen und zu lehren, und es wurde mir mit jedem Tage leichter, ohne ihn fertig zu werden. Er hat mir im⸗ mer eine Menge ſchöne Geſchenke gemacht, und da ſie


