ich Dir du mußt . Doch rt,„das dauern vir hier aul, mir gſte von chhtig ge⸗ Zeit ein⸗ en guten ſte Mann apfangen
le pflegen der aus⸗
zufahren— und wenn Du willſt, ſo komme ich den nächſten Sonntag um zwei Uhr mit einem galanten Pferde und Wagen und hole Dich ab. Verſteht ſich, daß wir nicht weiter fahren, als Du willſt und es Dir Vergnügen macht.“
„Ja, das wäre nicht ſo dumm!“ meinte Nora mit vor Freude ſtrahlenden Augen.„Ich glaube wohl, daß es ſich paſſen kann. Ich habe zwar ſchon oft von Herrn Anerbietungen gehabt, auszufahren, aber ich habe es nie gewollt; nun aber ſage ich dem Herrn, daß der, mit dem ich ausfahre, gleichſam mein Pflege⸗ bruder iſt, wir haben ja viele Jahre mit einander verlebt, und da wundert es ihn gewiß nicht.“
„Warum, liebe Nora, willſt du Pflegebruder ſagen? warum nicht lieber, was wenigſtens eine Zeit⸗
lang eine Wirklichkeit war?“ fragte Paul ſchnell und
ſchlug ſeinen Arm um Nora's Leib.„Liebſte Nora, ſage Du, daß Du mit Deinem Bräutigam ausfährſt, denn da hat kein Menſch das Recht, darüber zu reden! Glaube mir, ich kann mich doch nicht lange mit ſol⸗ chen armſeligen, geſtohlenen Augenblicken begnügen: ich will Dich beſitzen, und das viele und lange Au⸗ genblicke— ja mein ganzes Lebelang, wenn Du näm⸗
lich mich nur im allermindeſten lieb haſt!“
„Still, Paul! um Gottes willen ſtill! Uebereile Dich nun nicht noch einmal— nein, ich bitte Dich, ſage nichts, beunruhige mich nicht wieder!“
„Liebe Nora! um Alles in der Welt will ich Dich nicht beunruhigen— und ich begehre heute Abend kei⸗ nen Buchſtaben weiter von Dir, als daß Du mir nur ſagſt, ob Du mich noch ein ganz klein⸗klein wenig lieb haſt?“
„Gewiß habe ich— nur durch Dich allein bin
ich ja geworden, was ich bin.“
„Und für mich,“ ſetzte Paul kühner hinzu,„für mich, geliebte, theure Nora!“


