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Paul Wärning : Abenteuer eines Scherenjungen ; fünf Theile / erzählt von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F.
Entstehung
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an den Straßenecken geleſen, als er von den drei Weißlengen kam. Jetzt aber vergaß er dieſen Plan ganz, und ohne auf die Zeit Achtung zu geben, wan⸗ derte er bis ſpät in die Nacht hinein in der Hafen⸗ ſtraße auf und ab.

Je menſchenleerer die Straße wurde, deſto beſſer fühlte ſich Paul in ſeiner Niedergeſchlagenheit. Er dachte an den Morgen, da er von der ſchönen Stadt Abſchied nahm, um ſich auf das Gerathewohl in die weite Welt hinaus zu begeben, und eben ſo wie da⸗ mals lehnte er ſich an einen Baum, und fühlte, wie ſich ſeine Bruſt hob. Und doch war es ein großer Unterſchied zwiſchen Damals und Jetzt. In der Mor⸗ genſtunde, als er davon ging, glänzte die Morgen⸗ ſonne purpurroth in dem Waſſer und die Bäume ſtanden in friſchem Grün; jetzt dagegen ließen ſie das Laub fallen und ſchienen zitternd in dem Herbſtnebel über ihre Nacktheit zu weinen, während ſtatt der gol⸗ denen Sonne der Mond ſein bleiches Strahlenband auf die dunkle Tiefe des Kanales warf.

„Ich weiß eigentlich ſelbſt nicht, warum ich jetzt in meinem Sinne ſo betrübt ſein ſoll,“ dachte Paul. „Ich habe ja nichts anderes erfahren, als was ich mir denken konnte— und alles iſt gut, mag die Sonne ſcheinen oder der Mond, wenn nur Gottes Hand über uns iſt. Damals an jenem Morgen, als ich auswanderte, war mir das Herz ſchwer wegen Nora, aber die Sonne, der Frühling und die Erwar⸗ tung aller der wunderbaren Dinge, die ich ſehen ſollte, erfreuten mich dennoch auf mancherlei Art.

„Jetzt habe ich erlebt, wenn auch nicht was ich dachte und wovon ich träumte, ſondern vieles, was ich gar nicht ahnen konnte, und jetzt bin ich in der Weisheit ſo weit gekommen, daß ich von ſolchen dum⸗ men Geſchichten, die ich früher zuſammendichtete, künf⸗ tig in guter Ruhe zu Hauſe ſitzen kann; damit iſt's nun aus. Jetzt will ich geſetzt ſein und mich mit dem⸗

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