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Paul Wärning : Abenteuer eines Scherenjungen ; fünf Theile / erzählt von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F.
Entstehung
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dieſem Falle willig, ſah aber dann auch wieder zu, daß ſie zu ihrem Schaden kam, indem ſie nachher mit Aus⸗ nahme des obenerwähnten Geſpinnſtes nichts that, ſon⸗ dern mit gutem Geſchmacke die Hände kreuzweiſe in den Schoß legte und lachte oder mit Paul plauderte.

Die Gunſt, welche die Gevatterin ſchon von An⸗ fang herein unſerm Paul bewieſen hatte, ging allmäh⸗ lig in ein immer mehr auf Erfahrung gegründetes Vertrauen über; und ehe drei Jahre ver ffloſſen waren, ſtand ihr Verhälkniß auf dem Punkte, daß die Gevat⸗ terin hinſichtlich ihres Geſchäftes nie etwas unternahm, ohne ſich zuvor mit Paul berathen zu haben, welcher letztere jetzt auch daſſelbe faſt und den Briefwechſel mit dem Hauſe Lerberg ganz allein betrieb. Paul hatte große Luſt für ſein Geſchäft— es war frei Pan mun⸗ ter— und da er jetzt Nora's tägliche Geſellſchaft und die Erlaubniß der Gevatterin hatte, zu ſingen und ſelbſt zu lachen, ſo viel ihm beliebte, ſo fühlte er ſich mit ſeiner Lage ungemein zufrieden

Vor etwas mehr als auderthalb Jahren— Paul war gleich Nora neunzehn Jahre alt— waren ſie beide zuſammen„zum Paſtor gegangen.“ Treu den Rath⸗

ſchlägen, die ſeine Mutter ihm auf dem Sterbebette

gegeben, hatte er ſich mit dieſer wichtigen Sache nicht übereilen wollen. Und Nora, obgleich ſie ein Jahr früher hätte gehen ſollen, wartete doch, um Pauls Geſellſchaft auf den beſchwerlichen Wegen nach der Kapelle zu erhalten.

Während dieſer Periode waren alle Lieder, Sagen und Romangeſchichten verbannt. Statt deſſen ſtudirten ſie den Katechismus mit einander, und wenn ſie ihre Aufgaben wußten, ſo las Paul laut aus der Bibel vor, und Nora hörte aufmerkſam zu, wollte aber gerne, daß er zu ſeinem Vortrage die wunderbaren und„luſti⸗ gen“ Geſchichten des alten Teſtaments wählen ſollte, wie z. B. Eleaſar's Sendung nach Meſopotamien und ſein Zuſammentreffen mit Rebecca am Brunnen, ſowie

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