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„Du heißeſt Paul, wie ich höre— nun will⸗ kommen!“
„Danke!“ ſagte Paul; aber er wagte kaum auf⸗ zu ſehen, denn von einer ſo raren Mamſel hatte Paul noch nie, weder etwas geſehen noch gehört, wenn nicht in den Sagen.„Das muß gewiß ein wahrer Engel ſein!“ dachte er.
Die weit erfahrnere Nora merkte ſogleich, woher Paul's Blödigkeit käme, und dadurch verlor er nichts in ihrer Gunſt.
„Du haſt etwas zu verkaufen, höre ich,“ ſagte ſie ermunternd.„Da Mutter ſchläft, ſo ſo kannſt Du mit mir in meine Kammer kommen, ich will's mir anſehen.“
Mit blöder Zurückhaltung folgte Paul in Nora's, drei Ellen breites und fünf Ellen langes, jungfräuli⸗ ches Gemach, und dort blieb er auf der kleinen nett geflochtenen Binſenmatte an der Thür ſtehen. Aber ſogar die Matte— darauf alles Uebrige— erſchien Paul's aller Art von Lurus ungewohntem Blicke ſo prächtig, daß er kaum die Füße niederzuſetzen wagte; er ſtand dort ganz verlegen, hob bald den einen, bald den andern Fuß auf und ſah nach, ob er nicht noch Schnee an den Füßen hätte und die Matte beſchmutzte.
„Sei nicht ängſtlich, mein Kind!“ ſagte Nora, die ganze ſieben Wochen älter war, als Paul, und die junge Dame nahm einen beſchützenden Ton an.
„Hier iſt's ſo ſchön!“ ſagte Paul.
„O, das geht wohl an,“ meinte die Beſitzerin, indem ſie einen nicht gerade ſehr zufriedenen Blick auf das dürftige Ameublement warf, deſſen vornehmſte Zierde eine gebeizte, mit drei blanken Meſſingknöpfen verſehene, Göteborger Commode war.
„Jetzt aber laß ſehen, was Du haſt!“


