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Stunde zu verdienen. Ich gebe keinen Unterricht eher, als bis man mir wenigſiens einen Reichsthaler Banco gibt. Dann iſt die Uhr bald eingelöſt; und nachdem ich das gethan und mir ein Inſtrument zuſammengeſpielt habe, ſo gebe ich keine einzige Stunde mehr!“
„Wie, mein Sohn? Du wollteſt alles dieſes Geld Deine kleine Erſparniſſe, weggeworfen haben, ohne Nutzen daraus zu ziehen?“
„Ich habe nicht für den Nutzen geſpielt, liebe Mut⸗ ter; nein, keinesweges, ſonvern nur um zu genießen.“
„Wenn bloß nicht dieſe Neigung der Grund Deiner oft wiederkommenden Betrübniß iſt! Sage mir, mein liebes, theures Kind! ahnſt Du irgend eine Urſache dieſes Uebels?“
„Nein, das thue ich nicht. Ich fühle nur, daß mich bisweilen ein drückender Schmerz überfällt. Bin ich dann draußen, ſo laufe ich über das Feld und in den Wald, und es iſt mir, als wollte ich laufen bis an das Ende der Welt. Und wenn ich dann Athem hole, ſo dichte ich Töͤne, welche ich bisweilen aufſchreibe und ſpiele, wenn ich allein bin. Aber es iſt einerlei, ob ich ſie ſpiele: ich kann ſie doch.“
„Das alles geht über, mein Sohn, wann Du älter wirſt und ſowohl die phyſiſche als auch die geiſtige Ent⸗ wicklung vollendet iſt.“
„Geht über?“ rief Juſtus aus.„Nein, Gott ſoll mich davor bewahren, denn da könnte ich niemals glück⸗ lich ſein. Ich bedarf der Traurigkeit, um die Freude recht zu kennen, und ich verſichere, ich wollte mich für keine Goldgrube in Leo's Seele verſetzen. Ich würde ſterben, wenn ich gezwungen wäre, immer die eine Stunde gleich der andern hinzuleben und immer gleiche Gedanken zu hegen, immer gleich gut, beſcheiden und dumm...“
„Juſtus, Juſtus, nicht wahr! Leo iſt ein vortrefflicher Jüngling; er wird ſich gewiß nie in demjenigen irren, was Recht iſt. Ich meines Theils wünſchte, Du hätteſt
etwas ſtande. niſſe; Kenntt die beſ den. niſſe z
dieſe k nen ha mir w dieſen geboren immern willen, kann? ganz g und all Deine tragen, B ſterung


