.360
„Wie viele Jahre habe ich nicht auf dieſer Klippe verlebt!“ ſagte zuletzt Leisler.„Sechzehn Jahre, mein Sohn, iſt eine lange Zeit— und doch wie kurz zu einer Buße, die dem Maße meiner Sünden entſpricht!“
„Ach, Vater! dieſe Buße iſt lang geweſen, o, ſo lang, daß man kaum zu faſſen vermag, wie ein Menſch im Stande geweſen iſt, ſie zu beſtehen! Und ſchon lange habe ich die Ueberzeugung gehabt, daß die Buße groͤßer geweſen iſt, als die Sünde. Gott hat ſie geſehen, hat ſie entgegen genommen und Frieden ertheilt.“
„Ja— er hat mir Frieden verliehen!.. Wie wohl iſt mir nicht jetzt, wenn ich es mit jenem Tage vergleiche, da ich, gejagt von meinen wilden Stürmen, auf dieſer Klippe eine Zuflucht ſuchte! Und bald wird es noch viel beſſer werden, als es in dieſem Augenblicke iſt — bald, theurer Sohn, bald hört meine Sehnſucht auf: Deine Mutter.... o, welch ein Wiederſehen!“ Er ſchwieg, und ein Strahl eines längſt erloſchenen Feuers brannte in dem matten Blicke.
„Mein Vater, mein Vater! ich kann Dir die himm⸗ liſche Seligkeit nicht mißgoͤnnen, der Du zu begegnen gehſt; doch, großer Gott! iſt es nicht zu verzeihen, wenn ich— ſo arm, ſo arm wie ich dann werde— wünſchte, daß ich Dich begleiten konnte!... auch ich habe ja eine verlorne und geliebte Gattin zu treffen!“
„Nicht ſo, mein Georg! In einem Alter von ſieben und zwanzig Jahren, in einer kaum erreichten Mannes⸗ kraft, iſt es nicht Recht, ſo. zu reden. Deine Beküm⸗ merniſſe ſind groß, tief und bitter geweſen.... und
wenn ich mich nicht allzu ſehr täuſche, ſo ſind die
Wunden Deines Herzens ſchon auf dem Wege geweſen, zu heilen.
„Ja, Vater, ich muß es geſtehen! Ein Gefühl von Scham hat mich bisher von einem Bekenntniſſe zurückge⸗ halten, das Du ſicher längſt geahnt haſt.“
„Und warum ſollteſt Du dich ſchämen, daß ein
—
friſch Seele Elvir ſchon ganz kehrt hatte Zeit neues nur
meine Glück reiche beſitzt zu be
zu h Gewi ſie h⸗ ſchen aber
Du i mir
entfer ſtimm
Sie ihr wenn ſollte. ihr 2 ich n
.


