Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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nicht da, auch konnte man keine Spur von Schwermüthig⸗ keit und Traurigkeit entdecken; nein, dort lag eine ſanfte, ſeelenvolle Ruhe, ein inniger Herzens⸗ und Gemüthsfriede auf dieſem ſchoͤnen Geſichte, deſſen Blumen eine anmuthige Friſche hatten. Und die Lippen ſchwellten noch roth wie die„rotheſten Korallen.“

„Als ich ſie das letzte Mal ſah,“ ſagte Georg bei ſich ſelbſt,„ſah ich ſie eigentlich nicht. Wie konnte ich damals wohl eine andere ſehen, als den Engel, den ich nie wieder ſehen werde! Ich wußte nicht, daß Fanny ſo ſchön iſt!“

Und jetzt begann er den Umſtand zu bedenken, daß ſie den Winter in Göteborg und nicht in Strand verlebt hatte. Er wußte nicht, ob er die Urſache gehört hätte ... Eine Wärme auf der Wange deutete gleichwohl darauf hin, daß er jetzt die Gründe vollkommen errieth, welche Fanny vermocht hatten, während dieſer Zeit nicht in ſolcher Nähe der Johannis⸗Klippe zu weilen.

Als die Spazierenden verſchwunden waren, ſo trat er in das kleine Haus. Doch, auf der Schwelle mußte auch er ſich umſehen... Wer war der junge Mann? Hatte er nicht von einem Göteborger Freier etwas vernommen? „O.. ſollte ſie ſich wohl jetzt verlobt haben— ge⸗ rade jetzt, nachdem...“ Er hielt ploͤtzlich inne mit ſei⸗

nen Gedanken.

In dem Zimmer, wo ehedem der alte Stormbom unter ſeinen Segeltuchhaufen in der Geſellſchaft des Rec⸗ tificators und des Bambus⸗Olle geſeſſen hatte, ſaß jetzt ein wohlweiſer Schuhmacher unter ſeinen Lederhaufen, Lei⸗ ſten und Pfriemen.

„Ach— das Heiligthum des alten Flaggenſchiffers eine Schuhmacherwerkſtätte!.... doch das iſt ja der Lauf der Welt!“ Georg konnte aber doch einen Seufzer nicht unterdrücken.

Er bat um die Erlaubniß, einen Blick in die andern Zimmer werfen zu dürfen, und dieſes wurde ihm ohne