Teil eines Werkes 
11.-15. Bändchen (1846)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

J.

Zu oberſt in dem Paquete lag ein Papier, dem man es deutlich anſah, daß es weit ſpäter geſchrieben war, als die eigentlichen Anzeichnungen. Es enthielt nur folgende Worte: 8

Hier, mein Sohn, haſt Du die Schilderung des ganzen von ſtürmenden Leidenſchaften verheerten und ver⸗ brannten innern Lebens eines Mannes. Lieber Georg! möchteſt Du nicht vergeblich dieſe Blätter über die Ver⸗ irrungen Deines Vaters leſen! Auch Du haſt ſtarke Lei⸗ denſchaften lerne ſie bei Zeiten beherrſchen; biſt Du erſt unter ihrem Joche, ſo wird es Dir ſchwer, ja unmoͤg⸗ lich, Deine Herrſchaft wieder zu bekommen: ſie reißen Dich mit ſich in den Abgrund.

Mit einem eaſt heiligen Schauder berührten Georg's Lippen dieſe Zeilen, die Einleitung in das geheimnißvolle Trauerſpiel, deſſen Hauptrolle ſein geliebter Vater ausge⸗ führt hatte. Für einige Augenblicke ſank ſein Kopf auf die Bruſt hinab; doch bald ergriff er mit verdoppelter

Heftigkeit die vergilbten Blätter, von denen er hoffte und

verlangte, daß ſie ihm den Weg zeigen ſollten, den er zu wandern hatte.