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umſchließen, und welche, in der Entfernung vom Meere aus geſehen, wie eine einzige in unendlich viele Theile zer⸗ ſplitterte Bergmaſſe erſcheinen, iſt vielleicht die weſtliche Seite von Grafwerna— ein Fiſcherort auf der äußerſten Spitze von Sotenäs— diejenige, welche die gemiſchtartig⸗ ſten Eindrücke zu ſchenken vermag, denn ihre Düſterheit hat nicht allein ihre Lichtſchatten, ſondern ſogar auch ihre Poeſie. Man wird wehmüthig geſtimmt, wenn man zum erſten Male den Fuß auf dieſe unfruchtbaren, glühenden Sandhügel ſetzt, unter deren kreiſenden Wirbeln die Kin⸗ der des Strandes in der einen Stunde ihre Spielhäuſer von vielfarbigen Muſchelſchaalen aufführen, um ſie in der folgenden von einem unfreundlichen Windſtoße hinwegge⸗ führt zu ſehen; und das Auge ſchwindelt, wenn es die jähen Felſen bis an ihre verborgenen Feſten verfolgt, aus denen Legionen von Waſſeerrieſen entſprungen ſind, um während des Laufes einiger Secunden zu ringen, zerſchmet⸗ tert zu werden und zu ſterben. Doch dabei empfindet man auch etwas Geheimnißvolles: man fühlt ſich gleichſam von geheimnißvollen Weſen umſäuſelt, welche hier, ihre eigenen Gräber durchwühlend, in den Klagen der Wellen und Sagen erzählen, die keine Tradition aufbewahrt.
Eine hochherzige und menſchenliebende Frau(Mar⸗
garethe Hwitfelt), unter deren Oberherrſchaft einſt der Strand von Kongshamn gehörte, ließ hier einen Kirchhof anlegen, und jeden Strandbeſitzer bei Strafe des Abzuges Herpflichten, keinen Einzigen der vielen ſchiffbrüchigen See⸗ fahrer, deren Leichname hier an das Land floßen, unbe⸗ graben liegen zu laſſen. So erhielt dieſer Strand ſeinen myſtiſchen Namen, und nie hat wohl ein Ort mehr Grund zu ſeinem Namen gegeben, weil dieſe ganze Seite von Grafwerna, oder Grafwarne*), wie es richtiger heißen ſollte, als ein einziges geräumiges Grab erſcheint.
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*) d. h. die Gräber.
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