Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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weg, wir haben ſie auf gut Brandenburgiſch mit Ba⸗ jonett und Kolben gekitzelt und das hielten ſie nicht aus.“

„Ich glaube, die beſten Freunde können das nicht vertragen“, ſtimmte Doctor Stolle lächelnd bei.

„s iſt ſo, Herr Hofmedicus. Aber weiter. Am andern Tag ſchenkte mir der Durchlauchtige einen Silberthaler, und weil ich doch von'nem Franzoſen 'nen ganz verflucht'gen Kolbenſchmiß ans Bein gekriegt hatte, daß ich nicht marſchiren konnte, mußte ich zu ſeiner Equipage und ſollte mich pflegen, weil, wie er ſpaßhaft ſagte, es um einen ſo lang gerathenen Schla⸗ getodt, wie ich einer ſei, ſchade wäre. Der Durchlauch⸗ tige war aber bei alledem auch nicht von Eiſen und 'n hitziges Fieber packte ihn. Er mußte nach Brescia gebracht werden, wo unſere durchlauchtigſte Frau, die ihm damals noch auf allen Feldzügen nachreiſte, in größter Eile zu ſeiner Pflege eintraf. Na, das muß ihr der Neid laſſen,'ne beſſere Pflege als die ihre hätte er nicht finden können. Kaum war's Fieber ge⸗ dämpft, kriegte der Herr einen faſt gar nicht zu lö⸗ ſchenden Durſt. Waſſer ſollte er trinken— der Durch⸗ lauchtige und Waſſer! Den Dokter hieß er ſich zum Teufel ſcheren und's mußte Wein hergeſchafft werden, den wollte er haben. Die gnädigſte Frau war in To⸗