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wandter die Augen zudrücke, wenn nämlich Frau Martha ſchon vor ihm hingegangen ſei.
„Eſelei von dem Alten“, brummte Herr Leupold. „Fallen Tauſende von ehrlichen Kerlen in der Schlacht, denen kein Teufel die Augen zudrückt. Wird ſchon allein abfahren, wenn der Senſenmann à la vue ge⸗ blaſen hat; braucht da keines Andern Hülfe dazu.“
Das klang ſo herzlos, daß Frau Martha wie ver⸗ ſteinert vor ihm ſtehen blieb. Da ſie gar keinen Laut von ſich gab, ſah er ſie verwundert an.„Na, was ſteht Sie denn wie'ne Salzſäule da?“ fragte er.
„Ja, Gott ſei's geklagt, zur Salzſäule möchte man werden, wenn man dergleichen Reden hört!“ rief die Frau.„Könnt's denn eine Menſchenſeele glauben, daß das derſelbe Herr iſt, der mit Thränen im Auge ſeinem Prinzeſſel Tochter das Geleite gab, als ſie mit ihrem Gemahle ihr Vaterhaus verließ, und mit dem die ganze Stadt weinte? Nein, wahrhaftig nicht. Na, das iſt ja eine große Ueberraſchung, aber eine ſchöne gewiß nicht. Was denken ſich Durchlauchtchen denn? Hat der Herrgott etwa blos zu fürſtlichen Leu⸗ ten geſagt: Ihr ſollt allein wiſſen und fühlen, was Liebe und Anhänglichkeit in den Familien iſt, die Andern ſind zu ordinäres Volk, die ſollen kein Herz für die Ihrigen haben, brauchen keins zu haben,


