Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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Wilhelm abgeben ließ, daß er als unumgängliche Be⸗ dingung feſtern Einverſtändniſſes zwiſchen England und Preußen die Entfernung Grumbkow's aus dem preußiſchen Staatsdienſt verlangen müſſe. Dieſe per⸗ ſönliche Gefahr für den von Vielen gehaßten Miniſter⸗ chef am Berliner Hofe ſchlug Seckendorf, der ihn als ein ſehr brauchbares Werkzeug für geheime Pläne er⸗ kannte, vollſtändig zurück, und die Folge dieſes un⸗ blutigen und doch viel bedeutenden Siegs war ein ſehr inniges Zuſammengehen Seckendorf’'s und Grumb⸗ kow's. In beider Hand ward des Königs Herz wie Wachs, das ſich beliebig formen läßt; die öſterreichiſche Partei herrſchte am Berliner Hofe.

Herrn Leupold's eigene Politik war dies zwar geweſen, aber keineswegs hatte er damit ein Zu⸗ rücktreten ſeiner eigenen Perſon aus dem königlichen Rathe verbinden wollen. Grumbkow's und Seckendorf's Gewandtheit wußten dies klüglich zu bewerkſtelligen. Wenn auch nicht aus des Königs Gunſt, ſah er ſich doch von jeder nähern Betheiligung an den großen Staatsgeſchäften ausgeſchloſſen, ſein Rath, ſeine Mei⸗ nung wurden nicht mehr verlangt, und zu ſtolz, um ſeine eigene, Oeſterreich ſtark zugeneigte Richtung zu ver⸗ leugnen, fühlte er ſich zugleich auch zu gut, um mit dem verabſcheuten Grumbkow zuſammen zu gehen.