Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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Martha rief, als Herr Leupold bei einem Beſuche ſeine Anſchauung über dieſe„Schwerenothsgeſchichte“ mit verſchiedenen Kernflüchen geſpickt zum Beſten gab, einmal ums andere:„Ach Gott, Durchlauchtchen, das wäre ja erſchrecklich! Das junge Mädchen mit einem Korporal ſo frank und frei in die Welt hineinzulaufen! So etwas iſt noch nicht dageweſen. Wenn unſer Gottfried und ſeine junge Frau das erfahren werden, ſchlagen ſie die Hände über dem Kopf zuſammen. Die Reputation ſo zu vergeſſen iſt unerhört!“

Der alte Peter meinte, daß auch er ſich darüber ausſprechen müſſe, damit Durchlaucht nicht etwa auf

den Gedanken gerathe, er fände dergleichen Ungebühr⸗

lichkeit, weil er vom Korporal Philipp ein ſo guter Freund geweſen ſei, in der Ordnung.„Ja“, ſagte er nach einigem Nachſinnen, als beſten Ausdruck ſeines Mißfallens ein ſeines Erachtens ſchlagendes Bei⸗ ſpiel der Jägerei entlehnend,„ja,'s iſt nicht um ein Haar anders als bei uns. Durchlaucht erinnern ſich wohl noch der ſcheckigen Juno, die vom Dresdener Hofe Ew. Durchlaucht zum Geſchenk gemacht worden war. Ein Prachtvieh, weiß Gott; aber eine Beſtie, die nicht in Rand und Band zu halten war. Kümmerte ſich den Teufel um Zuruf und Peitſche. Da konnte