Sache. Und Nummer drei: ich dulde keine Empörer, und wagt Er's noch, ſich meinem Rechte zu wider⸗ ſetzen, ſtoße ich Ihn nieder wie einen tollen Hund!“
Dabei riß der grimmige Fürſt den Degen aus der Scheide, ein Anblick, der in Anbetracht ſeiner bekannten Rückſichtsloſigkeit ſofert Jeden zum Aufgeben alles Widerſpruchs beſtimmt haben würde. Brommer aber zuckte auch nicht mit den Wimpern. Ohne eine Ant⸗ wort zu geben, knöpfte er ſeine Uniform auf, und das Hemd zu beiden Seiten von der Bruſt entfernend, blieb er ruhig ſtehen. Herr Leupold prallte zurück. Auf der entblößten Bruſt des Feldwebels zeigte ſich eine Narbe von dunklerer Hautfärbung. Zwiſchen beiden Männern waltete für einige Sekunden tiefes Schweigen, dann ſagte Brommer mit einem Anflug von Bitterkeit:„Nun, Durchlaucht, hier iſt noch Platz für eine Degenſpitze.“
Der Fürſt wendete ſich ab. Nach kurzer Pauſe nahm der Feldwebel, welcher ſah, daß er nun das Ueber⸗ gewicht über Herrn Leupold's Zorn errungen, das Wort. „Es würde mir nicht zur Schande gereichen, wenn es hieße: der Brommer iſt von ſeinem Herrn und alten Spielkameraden erſtochen worden; aber fragen würden die Leute: woher hat er denn die andere, ſchon lange vernarbte Wunde? Ei nun, hieße es dann, wo wird


