Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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ſeinem kleinen Gefolge am nächſten Tage nach ſeiner Ankunft dem altehrwürdigen Rathhauſe einen Beſuch abſtattete, um die daſelbſt als Heiligthümer aufbe⸗ wahrten Reichskleinodien in Augenſchein zu nehmen, eine Vergünſtigung, welche eben nur einem Reichs⸗ fürſten gewährt, dagegen jedem Andern verſagt werden mußte.

Die Patriciergeſchlechter der freien Reichsſtadt hatten ein bedeutendes Contingent männlicher und weiblicher Neugieriger, gemiſcht mit bevorzugten Freun⸗ den dieſer das Wohl und Wehe der berühmten Stadt leitenden reichen Familien, im Rathhauſe ſelbſt auf⸗ geſtellt, und wenn das ſchreckhafte Aeußere des Ge⸗ waltigen, der das in höchſter Toilette verſammelte und vor ihm in möglichſt tiefen Knixen verſinkende weibliche Publikum wild anglotzte, ſeinen einſchüchtern⸗ den und mit Furcht ſchlagenden Eindruck auf die Ge⸗ müther nicht verfehlte, ſo übte der Anblick des in ſeinem Gefolge ſich befindenden ſchlanken und doch die kräftigſten Körperformen zeigenden Gefreiten einen deſto angenehmern. Man hätte in Bezug auf beide wohl den Vergleich treffen können, das Schauerkata⸗ ſtrophen bereitende finſtere Schickſal und die freundliche Verſöhnung in Perſon geſehen zu haben.

Vieler Blicke richteten ſich wohlwollend auf Hubert,