Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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5 klopfend, ſprach er in einem verſöhnenden kamerad⸗ ſchaftlichen Tone:

Er hat Recht, Brommer, Er hat ganz Recht, daß Er mir den Wiſcher gibt; freut mich von Ihm. Er iſt ein Schockſchwerenöther, der's fauſtdick hinterm Ohre hat, und ein Muſterkerl für meine Grenadiere iſt Er. Was wahr iſt, bleibt wahr.

Brommer zeigte ſich bei dieſem unzweideutigen Lobe ſo unempfindlich und ſteinern, als wäre er mit Taubheit geſchlagen. Er kannte ſeinen Herrn zu genau, um nicht zu wiſſen, daß es dieſem eine wahre Seelen⸗ freude war, ſeine Soldaten durch freundliche, wohl⸗ wollende Zuſprache zu irgend einem Verſehen oder Außer⸗ achtlaſſen der dienſtlichen Pflicht zu verleiten, um ſie dann dafür ſtrafen zu können; denn wenn ſchon die Men⸗ ſchenquälerei in allen Armeen des damaligen Deutſch⸗ land zur Tagesordnung gehörte und die Soldaten in den Augen ihrer Obern ganz gleich mit geiſtloſen Maſchinen rangirten, die ſchweigend jede Behandlung hinzunehmen hatten, ſo zeichnete ſich der Deſſauer Leupold, wie er ſich gewöhnlich ſtatt Leopold zu nennen pflegte, in dieſer be⸗ liebten Form und Norm doch ganz beſonders aus, und man konnte von ihm ohne Uebertreibung behaupten, daß er die Soldatenquälerei vollkommen ausſtudirt habe. Stockprügel über den auf einem Verſehen ertappten