Teil eines Werkes 
3. Bd. (1870)
Entstehung
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empfangen hatte, rief große Aufregung in demſelben her⸗ vor. Der Hofjuwelier mußte aus der Geſellſchaft herbei⸗ geholt werden und war nicht wenig überraſcht, als er in dem, der ihn hatte rufen laſſen, den Generalfeldmarſchall Flemming erkannte, der ihn zu einer Unterredung unter vier Augen aufforderte. Als dieſe beendigt war, begaben ſich beide, von Soldaten gefolgt, von denen zwei bren⸗ nende Lichter vorantrugen, nach Zephanja's Wohnung

hinauf. Sie fanden dieſelbe verſchloſſen.

„Sie ſchläft entweder ſchon oder iſt nicht da“, ſagte Herr Dinglinger.

Da das ſtarke Donnern an die Thür keinen Erfolg hatte, ſo mußte der Gedanke aufgegeben werden, Zephanja ſei in der Wohnung anweſend, und Flemming drang dar⸗ auf, daß die Thür geöffnet werde. Der Hofjuwelier ſah ſich gezwungen, mittels Anwendung des Hauptſchlüſ⸗ ſels in die Wohnung der Ciſelirerin einzutreten.

Es ließ ſich nicht mehr an deren Abweſenheit zweifeln. Flemming gebot Ausſuchung; er hoffte das zu finden, was ihm die Hauptſache war, das Eheverſprechen des Königs, von welchem Gräfin Coſel geäußert hatte, es befinde ſich in einer treuen ſichern Hand, in der es Nie⸗ mand wähne. Daß Zephanja den von ihm für Gräfin Dönhoff beſtimmten Zettel an die Coſel gegeben, erſchien ihm als ſicherſtes Zeichen eines geheimnißvollen Einver⸗