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Vergangenheit. In den erſten Jahren nach ſeiner An⸗ ſiedlung in Dresden als Goldſchmied auf König Auguſt's Wunſch hatte er des Archivars Tochter erſter Ehe kennen gelernt. Sophie war ein ſchönes, lebensluſtiges Mädchen und Dinglinger glücklich, als er ihr Jawort erhielt, die Seine werden zu wollen; aber der ſchöne Traum ſeines Glücks verflog plötzlich bei der Entdeckung, daß ſie ein
geheimes Verhältniß mit einem Cavalier unterhalte, dem
er zum Deckmantel dienen ſollte. Er blieb ſofort der Familie fern, betrauerte aber dieſe Verirrung Sophiens aufrichtig, weil er ſie geliebt hatte. 4
Es war ihm ſchwer geworden, dieſe bittere Erfahrung zu verſchmerzen, er konnte die ſchöne und im Umgange ſo liebenswürdige Sophie nicht ſo ſchnell vergeſſen, als
ſie wegen der an ihm begangenen Täuſchung es verdient
hätte. Seine bürgerliche Stellung legte ihm jedoch die Nothwendigkeit auf, an eine andere Wahl zu denken.
Einem vom Könige ſo ſichtbar Begünſtigten ſtellten ſich in den bürgerlichen Kreiſen keine Hinderniſſe in dieſer Beziehung entgegen. Wenige Monate nach ſeiner Ver⸗ heirathung tauchte das Gerücht auf, des Archivars ſchöne Tochter ſei aus Dresden verſchwunden, und bald vervoll⸗ ſtändigte ſich daſſelbe, da es ruchbar wurde, daß ſie mit einem jungen Baron von Oertzen auf und davon ge⸗
gangen. Dinglinger fühlte ſich gewiſſermaßen ſchmerzlich
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