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n An⸗ graͤß⸗ n und e Tag zu Ot⸗ zedan⸗ Fe näͤ⸗ ward
wenn
Him⸗ Herz, blickte. t flog Huͤgel don⸗ 2 Er eman⸗ ußtlos wohl⸗ und
297 lag in den Armen der geliebten Gattinn. Er fand Ottilien ſehr bleich und ſchwach, eine ſanfte ruͤhrende Geſtalt, die halb ſchon einer beſſern Welt anzugehoͤren ſchien. Seine Kin⸗ der kamen, er druͤckte ſie an ſein Herz, und zerfloß in Thraͤnen der Freude. Henriette war jetzt acht Jahre alt, ſie war ganz das Eben⸗ bild ihrer ungluͤcklichen Mutter. Der kleine Adolph war ein holdſeliger Knabe.
Die ſanfte Ottilie beweinte aufrichtig die ſchreckliche Todesart der ungluͤcklichen Pauline. Richt der leiſeſte Vorwurf kam uͤber ihre Lip⸗ pen. Sie war ja wieder ſo unausſprechlich gluͤcklich in dem Beſitze des geliebten Gatten. Ihre Geſundheit erhohlte ſich bald wieder, ſie ward wieder heiter, und ihre Liehe, ihr reines, zaͤrtliches Gemuͤth gaben dem Gemahle zum zweitenmal jenen hohen Grad von dau⸗ ernder, ruhiger Gluͤckſeligkeit, die nie das At⸗ tribut gluͤhender Leidenſchaften, die nur im⸗ mer die Folge reiner, tugendhafter Handlun⸗ gen iſt. Henrietten, welche, als ſie erwuchs,
ſo ſchoͤn ward, als ihre Mutter geweſen,
hatte ſie ſo erzogen, daß ihre Schoͤnheit
Gieſes oft ſo gefaͤhrliche Geſchenk der Natur)
nur ihrer Tugend zur Folie diente. Man hatte
ſie gelehrt, ſo wenig ſtolz auf dieſen frivolen
Vorzug zu ſeyn, daß ſie ſelbe als eine Gabe u


