Und fleißig dann beſchneidet ſeine Reben, Den Purpurtrauben Waͤrm' und Licht zu geben;
So laß uns treu den geiſt'gen Boden bau'n,
Woraus die Achtung ſproßt und das Vertraun:
ret Dann— ob wir mit Bedauern ruͤckwaͤrts blicken—
Wird auch die Gegenwart uns noch begluͤcken.
Des Einen Wunſch ſey auch der Wunſch des Andern, Als treue Freunde laß vereint uns wandern— id,— Mit ſanftem Rath uns helfen— durch das Leben; Stets wechſelſeitig leitend und ergeben, Gefaͤllig und bereit, das Ohr zu leihn Der Wahrheit, leichten Anſtoß zu verzeihn, Und Mißverſtaͤndniß, wo ſich's zeigt, zu heben; Befoͤrdernd, was dem Gatten wohlgefaͤllt
Und was den Sinn der Lieb' in uns erhaͤlt.
So, liebe Emma— zweifle nicht— erwacht r; Die Phantaſie wohl oft mit alter Macht,
— Und zaubert uns— waͤr' es auch nur auf Stunden,—
Zuruͤck in's Feenland, wo wir uns ſonſt befunden.
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