209
Emma. O gern vergeſſ' ich Alles, was es ſey, Bringt dies ſo heitern Wechſel nur herbei!
Heinrich. Vertraue dem— mag es uns auch nicht gluͤcken, Den Krug ganz herzuſtellen aus den Stuͤcken; Was wir dereinſt geſehn im Zauberſchein Der Liebe, iſt dahin— ach! laß es ſeyn— Ein Trugbild war's, und da es mußt' entſchwinden, Laß uns dafuͤr das wirklich Gute finden: Bald Uebles wird, bald Gutes zugemeſſen, Dies woll'n wir ſammeln, jenes ſchnell vergeſſen⸗ Die Nahrung, die die Liebe kann beleben, Zu finden, ſey uns einziges Beſtreben, Und was der Liebe Luſt und Freude macht,
Das werd' ihr ſorglich immer dargebracht.
Gleichwie der Winzer rauhen Fels mit Erde
Muͤhſam bedeckt, damit er fruchtbar werde,
14


