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Sah ich die ſchoͤnen Scherben an mit Gram,
Bis mich der Aerger ſelber uͤbernahm—
Doch leichter moͤcht'ſt du wohl die Scherben wieder fuͤgen, Als vor'ges Gluͤck erneu'n, den Gram in Schlummer
wiegen.
Heinrich. Nicht weiſ' iſt's, Emma, immerfort im Herzen
Zu hegen, was wir beſſer wohl verſchmerzen.
Das theure Inſelland, wo Thal und Hoͤh'n
Wir jetzo reich geſegnet, lachend ſehn,
War einſt unfruchtbar, rauh, der Aufenthalt
Von Weſen, wilder als das Wild im Wald,
Und um die Oede heulte rings die See,
Des Nachtwolfs Schrei, der Eulen grauſig Weh— Dennoch ergoͤtzt ſich, wer es jetzt erblickt,
Und iſt darob verwundert und entzuͤckt.
Laß ſehn, es muß uns eben ſo gelingen,
Die inn're truͤbe Ausſicht zu bezwingen.


