Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
Entstehung
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erinnern, daß ſie zuſammenhalten muͤſſen, wenn ſie beſtehen wollen.

Eben deswegen iſt auch die Arzneikunſt ſo alt, wie die Welt. Sie verdankt ihr An⸗ ſehn nicht allein dem Umſtande, daß ſie Schmerzen linderte, und fruͤhem Tode ſo manches Opfer entriß.

Der Wilde, blos an wenige Beduͤrfniſſe gewoͤhnt, körperliche Bewegung liebend, weiß wenig von Krankheit.

Aber mit der Verfeinerung des Menſchen⸗ geſchlechts ſtellten ſich auch die Krankheiten ein. Ein noch undeutliches Gefuͤhl rieth dem Menſchen, den Schmerz zu fliehn und nach dem Vergnuͤgen zu ſtreben. Hierin iſt der Grund aller Wiſſenſchaft zu ſuchen.

Daß der Menſch ſein Leben zu erhalten ſtrebt, dies iſt ein von der Natur ihm ein⸗ gepflanztes Gefuͤhl und Beduͤrfniß. In den fruͤheſten Zeiten benutzte man blos die Er⸗ fahrungen einzelner Menſchen, welche hie

und da einem Kranken geholfen hatten; man