— 2— Eifer, wie anfangs, beſeelt, ſondern zuweilen etwas zerſtreut ſey. Eine noch auffallendere Veraͤnderung fand man in ſeinem Betragen, etwas Verſtoͤrtes, Unzuſammenhaͤngendes, ſich Widerſprechendes...
Weit bedeutender aber war die Veraͤnde⸗ rung, welche durch die Bekanntſchaft mit Tahers Kindern in ſeinem Gemuͤth hervor⸗ gebracht worden war. Die auffallende Ver⸗ ſtimmung, welche er zeigte, konnte nicht un⸗ bemerkt bleiben. Das Publikum, von Irners Beſuchen in der Familie Tahers unterrichtet, meinte, daß in Mirza's Entfernung der Grund von der Mißſtimmung des Ritters zu ſuchen ſey— und dieſe Meinung war nicht falſch.
Mirza's Kuß, ihr zartes Geſtaͤndniß, ihre Trauer beim Abſchiede— hatten in Irners Bruſt die Flamme einer ſtuͤrmiſchen Leidenſchaft angefacht.
Dennoch beſaß er genug Beſonnenheit und Klugheit, um ſich nicht durch ganz auffallende Veraͤnderung ſeiner Lebensweiſe und ſeines Betragens offenbar zu verrathen.


