Teil eines Werkes 
Band 3-4 (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

baces kam bald an einen engen Pfad, den die Lie⸗ benden verfehlt hatten, der aber durch die wilden Weinreben auf dem kuͤrzeſten Wege zu der Wohnung der Hexe fuͤhrte. Hier ließ er die Sänfte anhalten, und indem er den Sklaven befahl, ſich in dem Ge⸗ vuſch zu verbergen, damit ſie nicht etwa durch einen zufaͤllig vorbeigehenden Wanderer bemerkt wuͤrden, ſtieg er allein, ſeine noch ſchwachen Glieder durch einen langen Stab unterſtutzend, den ſteilen Abhang hinauf.

Von dem heitern Himmel fiel kein Regen mehr, aber an den Rebenblättern hingen noch große Tropfen, und das Waſſer hatte ſich in dem fel⸗ ſigten Wege hier und da geſammelt.

Fuͤr einen Philoſophen muͤſſen es wohl ſeltſame Leidenſchaften ſein, dachte Arbaces bei ſich ſelbſt, die Einen, der, wie ich, eben vom Krankenbette erſtanden iſt, ſolche nächtliche Wege fuͤhren aber wenn Rache und Liebe ihr Ziel verfolgen, ſo koͤnnen ſie ſelbſt aus dem Tartarus ein Eliſium machen. Der Mond ſchien heiter und klar uͤber jenem duͤſtern Wanderer, und er erblickte vor ſich daſſelbe Licht, welches die Schritte des Glaukus und der Jone geleitet hatte.

Er blieb, als er die Hffnung der Hoͤhle erreicht, ſtehn, um ſich etwas zu erholen, und trat darauf mit ſeinem gewohnten ſtattlichen und ruhigen vz ſen ein.