Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Polirena ging unruhig im Zimmer auf und ab.„Wenn ich ihm nur helfen könnte, wenn ich nur einen Ausweg für ihn wüßte,“ flüſterte ſie leiſe,„ich wollte ja gerne mich vor Tycho demüthigen zu einer Bitte, aber das würde Kepler nicht wollen, noch an⸗ nehmen.“

Plötzlich von einem neuen Gedankengange er⸗ faßt, blieb ſie vor Apollonia ſtehen und fragte ſehr lebhaft:

„Was ſagtet Ihr von einem heidniſchen Götter⸗ bilde, das ſich in Eurem Gewahrſam befindet und das man für einen weißen Teuſel gehalten?“

„Es iſt ein anvertrautes Gut,“ entgegnete Apollo⸗ nia,„das ein böhmiſcher Edelmann, ein Herr von Roſen⸗ berg“— ſie ſtockte— und ſagte dann, hell zu ihrer ſchönen Wirthin aufblickend:„Herr Gott! Der es meinem alten theueren Wohlthäter übergeben ließ, bis man es fordern würde, war wohl ein Verwandter von Euch, edle Frau, der Herr hieß Wok von Roſenberg und kehrte von einer Reiſe aus Welſchland heim.“

Polixena war in einen Stuhl geſunken und deckte die Hände über die Augen, aus denen häufige Thränen rieſelten.

„Es war der Vater meines Gatten,“ ſagte ſie dann ſanft,„der beſte, edelſte, unglücklichſte aller

Menſchen.“ „So war der Vater Eures Gatten, edle Frau,

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