Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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den dunklen Bogen dort der Schatten und die Nacht ſich groß und breit machen. Wo werden wir nur ſchlafen, Johannes, hinter welchem dieſer Fenſter mag die alte Mönchszelle liegen, in der man uns unſeren Strohſack anweiſen wird?

Johannes antwortete nicht, er hatte nicht auf die Worte ſeines Gefährten gehört; denn im Oſten, wohin ſeine Blicke ſich gerichtet, erhob ſich aus gol⸗ denem Gewölke die Scheibe des Vollmondes und goß ihr ſilbernes Licht über Berg und Thal und zeigte die feinen und zierlichen Linien der Kirche in ihrer ganzen Schönheit.

Ah! ſagte Mathias, der an dem Licht, das die Kirche erhellte, erſt den Aufgang des Mondes bemerkte,das iſt ſchön!

Ja, entgegnete Johannes,und ein Glück und ein Gottesſegen iſt's, daß man den lieben Mond und die lieben Sterne in der Fremde ſo wiederfindet, wie man ſie in der Heimat verlaſſen, das ſind treue,

treue Freunde! Die Bäume, die Blumen, die Brunnen

und Bäche, die Wege und Stege, die Häuſer und die Menſchen, alles iſt in der Fremde ein anderes als zu Hauſe, alles, was der Erde angehört, aber das Himmliſche begleitet uns, wohin wir auch gehen. Schweigend blickte er hinauf nach dem Monde,

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