Vorwort.
Nicht ohne Furcht uͤbergebe ich meinen Freun⸗ den und dem deutſchen Publikum ein Buch, das ich mit einer Freude wie keines meiner früheren begann und an dem ich mit Anſtrengung all meiner Körper⸗ und Seelenkraft jetzt über ein Jahr gearbei⸗ tet habe.
Als ich es übernahm, das Leben eines der beſten, herrlichſten Männer, die Deutſchland je beſaß, in der Form, die mir die geläufigſte iſt, meinen Zeit⸗ genoſſen zu ſchildern, hatte ich im Eifer und in der Freude meines Herzens zweierlei überſehen. Zuerſt, daß zur Beſchreibung des Lebens meines Helden, Johannes Kepler, vor allem auch die Schilderung der Zeit gehört, in welcher er lebte. Dieſe aber iſt für eine Frau ſehr ſchwer, und ich fühle lebhaft,


