erzen. Güte und eiden dem Gott
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allen Dingen gut, jetzt aber unerläßlich.— Sei Dei⸗ ner Mutter eine liebevolle Tochter, nimm ſo viel als möglich alle Sorgen und Kümmerniſſe auf Deine jugendlichen Schultern; ach ſie iſt gewöhnt an eine liebevolle Stütze, ſie iſt ſo zart und weich. Deine ältere Schweſter gleicht ihr wie im Aeußern ſo auch im Charakter. Dich, meine theure Louiſe, betrachte ich faſt wie den Sohn, den Gott uns verſagte. Ich ſegne Dich, ich ſegne Dich, mein Kind, ich hoffe auf Dich, ich verlaſſe mich ganz auf Deine Kraft und Deinen Verſtand. Der allmächtige Gott ſtärke, ſtütze und tröſte Dich. Lebe wohl! In Leben und Tod Dein treuer Vater.“
Der Brief trug weder eine Orts⸗ und Datums⸗ Bezeichnung, noch auch eine Namensunterſchrift.
Wunderbar erſchien es Louiſen beſonders, daß Ihr Vater ſo viel von dem Ueberbringer ſprach, der Onkel konnte doch damit unmöglich gemeint ſein.
Sie verbarg und verſchloß den Brief und den an ihre Mutter, den ſie natürlich nicht eröffnet hatte; die beiden andern an ſie gerichteten lagen lange in ihrem Schooße, ohne daß ſie daran dachte einen zu öffnen... Endlich fiel es ihr ein, daß dieſe Briefe ja auch vom Vater ſein und genauere Aufſchlüße über ihn enthalten könnten.


