Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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nutzlos. Seine Liebenswürdigkeit, ſein gebildeter Geiſt und ſein jugendlich muntrer Sinn, empfehlen ihn genug. Laß Dir, Louiſe, von ihm erzählen, wie ich lebe, wie Herr Dutrouſſel lebt, wie die Zeit dem Verbannten in Träumen und Hoffuungen verfließt.

„Du wirſt mir ſchreiben, Loniſe. Einer Adreſſe bedarf Dein Briefchen nicht, das der Ueberbringer dieſer Zeilen auf ſichern Wegen an mich befördern wird. Gott, mein Gott, mit wie heißer Sehnſucht erwarte ich den Moment, da ich Nachricht von Euch erhalte. Ich fordre von Dir eine genaue und aus⸗ führliche Schilderung Eures Lebens und Eurer Ver⸗ hältniſſe, alles intereſſirt mich dabei, alles, halte kei⸗, nen Umſtand, kein Wort für geringfügig; ein Gatte, der von ſeinem geliebten Weibe, ein Vater, der von ſeinen Kindern getrennt iſt, ſehnt ſich nach jenen kleinen Einzelnheiten, die er nicht mehr liebevoll be⸗ obachten kann.

„Monſteur Dutrouſſel läßt Dir ſagen, daß er die Taſchentücher, welche Deine Kinderhand genäht, noch jetzt beſitzt und zu ſeinen beſten Schätzen zählt. Ich war krank, meine Tochter, der Typhus, der auch hier wüthet, hatte mich niedergeworfen, da hat mein gü⸗ tiger Freund mir mit einem dieſer Tuͤcher die Stirn getrocknet, und es mir dann auf mein dringendes