Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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der Erde und der Sommer hatte ſein goldenes Gewand über die Welt gebreitet.

Ein Band der treueſten Freundſchaft vereinte feit dieſer Zeit Letzkau's Witwe und Tochter mit den beiden fremden Frauen, die ſie früher für Ausgeſtoßene gehalten hatten. Mit dem edeln Zindram, ihrem Oheim, blieben Vlaſta und Urſula, ſo wie auch Sungalo und Pater Me⸗ dardus in ſteter freundſchaftlicher Verbindung. Vlaſtas erſter Sohn empfing in der Taufe ſeinen Namen, erſt den zweiten nannte man nach dem Großvater Gedete.

Urſulo erlebte noch das Erblühen lieblicher Enkel, die auch Nomeda's und des würdigen Gedete Lebensglück ausmachten. Vlaſta kehrte nie mehr nach ihrer Heimat zurück, ſondern lebte ſpäter mit ihrem Gatten in dem kleinen Hauſe Gedete's, das ihre Kinder mit heiterem Leben erfüllten.

Pater Medardus, ihr trefflicher Freund und Lehrer, ging in den letzten Jahren ſeines Lebens mit ſeinem Schüler Amadeus nach Thorn, wo ſeine Lehren vielleicht dem großen Copernicus den erſten Antrieb zu einer ge⸗ nauern Erforſchung der Natur gaben.

Was zur weitern Ergänzung dieſer Erzählung noth⸗ wendig ſein dürfte, gehört ganz und gar in den Kreis der Geſchichte jener dunkeln und blutigen Zeit.