Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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wunden, indem er Dir ſeine Macht zeigte. Räche jetzt Dich und ſie! lade ihn ein zum Eſſen auf den Palm⸗ ſonntag, wo alljährlich ein Feſt gefeiert wird, und wenn Du ihm dann als ſein höchſter Richter all' ſeine Ver⸗ brechen vorgehalten, ſo laß den Scharfrichter ſeine Pflicht thun und dem ſchlimmſten Widerſacher der Macht des Ordens, dem ſchändlichen Beleidiger Deiner Ehre, dem grauſamen Böſewicht, der ein verlaſſenes ſchuldloſes Weib mißhandeln konnte, den Kopf abſchlagen. Heinrich von Plauen hörte dieſe Worte und ſie klangen ihm aus allen Träumen ſeiner Nächte wieder. Er haßte Letzkau mit bitterſtem Haſſe, er liebte ſeine Macht, derentwillen er jede Hoffnung auf Liebesglück aufgegeben, und ſelbſt der Reſt ſeiner Liebe zu Vlaſta trieb ihn dazu, das Leid, das ſie erlitten, am Urheber desſelben zu rächen. Als nun drei Tage vor dem Palm⸗ ſonntage der Scharfrichter Hans Schesmer wirklich ankam, ſendete der Comthur Boten aus, die Häupter des Danziger Magiſtrats, den Bürgermeiſter Conrad Letzkau, Arnold Hecht, Tiedemann Huxter und den Rathsherrn Barthel Große zu einem frohen Mahle und zu freundſchaftlichen Beſprechungen über das Wohl der Stadt in aller Freundlichkeit einladen zu laſſen. Keiner von den Rittern, ſelbſt Sefeln nicht, hatte genaue Kenntniß von dem, was der Comthur beabſich⸗

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