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„Da iſt's Euch denn wohl auch eine große Plage, daß Ihr hinausmüßt von den Eurigen?“
„Hm! ja und nein! wenn erſt eine Zeit kommen ſollte, wo der Bauer ſein Land in ſtetem Frieden bauen könnte, wo es keine Kriege gäbe, und überall Recht und Gerechtigkeit regierte, das wäre ſchön, und es ſollte mich gar nicht verlangen, in einer Nacht wie die heutige mein warmes Bett und mein hübſches Weib zu verlaſſen und mit einem Strick um den Hals durch Sumpf und Moor zu laufen. Wie aber die Welt nun einmal beſchaffen iſt, ſo muß ein jeder Mann das was er hat und erwirbt, auch vertheidigen können, und dazu bin ich denn auch nicht faul. Ihr wißt, Herr, ich hatte mich geſtern am weiteſten vorgewagt, die Gegend hier herum zu erkund⸗ ſchaften, ſo daß ich Eueren Leuten in die Hände fiel. Unſer Einer, Herr! iſt kein Bär, kein Wolf, kein Adler oder Geier, deren Art und Natur es iſt, auf Raub aus⸗ zugehen, das iſt Sache der Ritter und Edein, die der⸗ gleichen vornehmes Gethier in ihren Wappenſchildern führen. Wir Bauern ſind wie unſere Ochſen, wir lieben unſeren warmen Stall, unſere fetten Weiden, wir laſſen uns auch geduldig einjochen, und arbeiten wie es noth⸗ wendig iſt; wenn aber die Wölfe aus Polen kommen und die Luchſe und Füchſe aus Lithauen und Samaiten, da ſtellen wir uns in einen Kreis und zeigen den Beſtien


